PM 07/2026: Eine-Welt-Landesnetzwerk präsentiert die Klima-Monologe in Güstrow

Wed, Jul 1, 2026Presse

Eine-Welt-Landesnetzwerk präsentiert die Klima-Monologe in Güstrow

Mehr als nur Hitze: Wie das Klima das Leben der Menschen betrifft, auch in MV 

Rostock/Güstrow. Am Donnerstag, den 9. Juli, lädt das Eine-Welt-Landesnetzwerk um 18:30 Uhr auf die Hinterbühne des Ernst-Barlach-Theaters zu den Klima-Monologen der Organisation Wort und Herzschlag ein (Eintritt frei). Das Stück kommt ganz ohne Bühnenbild und Kostüme aus, denn an diesem Abend wirkt allein das Wort, begleitet von Musik und Gesang. Neben den Künstler:innen kommen außerdem zwei Menschen aus der Region, die sich für Klimaschutz stark machen im anschließenden MV-Dialog zu Wort. Sie zeigen auf, wie lokal vor Ort sozial- und klimagerechte Veränderungen passieren oder wie man positive Veränderung sichtbar machen kann.

„Ich finde die Klima-Monologe unglaublich berührend, weil sie die ganze Wucht des Klimawandels und was er für uns Menschen bedeuten kann, erfahrbar machen“, sagt Birthe Frenzel, beim Eine-Welt-Landesnetzwerk Koordinatorin für Klimagerechtigkeit. „Wir wollen aber keine Angst machen. Und wir wollen es auch nicht dabei belassen aufzurütteln. Sondern zeigen, dass jede und jeder kleine Dinge beitragen kann, um etwas zu verändern.“

Darum werden am Donnerstag auch der Auszubildende Paul-Erik Finck aus Güstrow und Regina Möller aus Rostock dabei sein. Paul-Erik Finck ist angehender Verwaltungsfachangestellter bei der Stadtverwaltung und entwickelt im Projekt „Land.Leben.Klima.“ gemeinsam mit anderen Auszubildenden den virtuellen Rundgang „Güstrow. Leben. Klima“. Sein Ziel: zeigen, was sich in seiner Stadt schon alles bewegt – und deutlich machen, dass Güstrow alles andere als eine graue Stadt ist. Regina Möller ist Referentin für Nachhaltigkeit und Zukunftsfähiges Wirtschaften beim Zentrum Kirchlicher Dienst und erzählt, wie Klima und Kirche zusammengehören, etwa in Form von globalen Partnerschaften und Projekten wie ÖkoFaire Gemeinde, die es auch in Güstrow mit dem Haus der Kirche gibt.

Die Klima-Monologe geben mit Wort und Gesang berührende Einblicke in das Leben von Menschen, die bereits jetzt unter der globalen Erderwärmung leiden. Wie der pakistanische Student Daniyal, dessen Familienhaus von einer Gletscherflut mitgerissen wurde, die das gesamte Dorf zerstörte. Die zweite Stimme des Abends gehört Leigh-Ann aus den USA, die als Krankenschwester den tödlichsten Flächenbrand in der Geschichte Kaliforniens überlebte. „Es ist anstrengend zu hoffen“, sagt sie und ihre Worte bleiben auch nach der Inszenierung noch lange im Raum. Sie zeigen, dass die Folgen der Klimakrise auch für Menschen in einem reichen Industrieland existenzielle Not bedeuten kann. Beide Geschichten machen sichtbar, was die Klimakrise konkret im Leben von Menschen bedeutet; jenseits von Nachrichtenartikeln und Statistiken.

„Erst jetzt, wo es so extrem heiß ist, rückt uns der Klimawandel wieder stärker ins Bewusstsein“, sagt Birthe Frenzel. „Das liegt an den vielen globalen Kriegen und Krisen, aber auch daran, dass viele Menschen dem Klima gegenüber eine Art Ohnmacht empfinden.“ Dem Gefühl „Ich kann eh nichts ausrichten“ setzt die Veranstaltung am Donnerstag eine ganze Menge Handlungsimpulse entgegen.

Das Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern ist der Dachverband der entwicklungspolitischen Initiativen mit derzeit 64 Mitgliedern. Ziel des Landesnetzwerks und seiner Mitglieder ist es, über globale Ungerechtigkeiten zu informieren und sich für nachhaltige Entwicklung und globale Verantwortung einzusetzen. Das Engagement für Klimagerechtigkeit ist eines der zentralen Anliegen des Landesnetzwerks.

V. i. S. d. P.: Jessica Weiß