Weltwechsel 2021

2021 wollen wir uns wieder in 60 Veranstaltungen in über 20 Orten in ganz MV mit globalen Themen beschäftige, lernen, uns ausprobieren und Raum für Begegnungen schaffen.

Wenn ihr auch mitmachen möchtet, meldet euch gern unter www.weltwechsel.de

 


Themenfindung 2021

Unter welchem Thema soll weltwechsel 2021 – die drei landesweiten Veranstaltungswochen zu globalen Themen – dieses Jahr stehen? Was wird für dieses Jahr November aktuell sein? Unter welchem Thema lassen sind Veranstaltungen sowohl unter lokalem als auch globalen Gesichtspunkten betrachten und Verbindungen aufzeigen? Ihr habt die Möglichkeit dies mit zu bestimmen! Vom 08. bis 28. Februar 2021 könnt ihr an der Abstimmung für das Jahresthema weltwechsel 2021 teilnehmen, in dem ihr Punkte für die Themen vergebt – oder eben nicht :)

Bewertunsgkriterien
Gutes Thema: 2 Punkte, Ganz ok …: 1 Punkt, Bitte nicht: 0 Punkte
Ihr könnt jedes der sieben Themen bewerten. Wenn ihr eines zum Beispiel nicht bewertet, bekommt es automatisch null Punkte. Der Fairness halber hat natürlich jede Person nur einmal die Möglichkeit die Themen zu bewerten. Daher bitten wir euch euren Namen bzw. Spitznamen unter dem ihr bekannt seid und den Verein/die Initiative zu nennen, der ihr euch zugehörig fühlt. Wenn wir nicht den Eindruck haben, dass es sich um eine real existierende Person aus der Gruppe der weltwechsler*innen und Interessierten handelt, dann können wir die Stimme leider nicht mitzählen.

Jahresthema weltwechsel 2021
Begegnung, im Sinne einer friedlichen und sozial gerechten Gesellschaft (SDG 16), ist Freiheit: die Offenheit das Gegenüber kennen- und verstehen zu lernen. Sich zuzuhören, Fragen zu stellen, kritisch zu beobachten. Diskursräume betreten und verlassen zu können. Begegnung kann zufällig geschehen oder aktiv gestaltet werden. „Begegnungsreisen“, „Begegnung auf Augenhöhe“, „Rückbegegnung“: entwicklungspolitische Arbeit ist der Versuch, die Trennung von Globalem Süden und –Norden zu überwinden und (Begegnungs-)Räume zu schaffen, in der alle Lebensrealitäten sichtbar sind und ihren Platz haben. Im globalen Dorf / der „Einen Welt“ haben wir die Vision einer Weltgesellschaft, in der Menschen über Zeit und Raum hinweg, nachhaltig zusammenleben. Austausch zwischen Globalem Süden und –Norden ist einfacher geworden. Doch führt Begegnung zu mehr Zusammenhalt und Meinungsvielfalt? Momentan erleben wir Polarisierung, Rückzug, Trennung und Leugnung. Begegnen wir uns noch? Was finden wir vor wenn wir unsere Diskursblasen verlassen? Welche Verantwortung habe ich als Individuum und welche Verantwortung haben Gesellschaften, damit aus Begegnung diverse, zusammenhaltende Gemeinschaft entsteht?
Chancengleichheit ist ein Menschenrecht und soll dafür sorgen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Realität sieht allerdings anders auch: Weltweit werden Menschen ungleich behandelt und beim Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und Arbeit stark benachteiligt oder gar diskriminiert. Auch in Dtl. ist Chancenungleichheit allgegenwärtig. Noch etwas mehr als in anderen Industriestaaten, haben in Deutschalnd, Menschen in Abhängigkeit von ihrer sozialen, ethnischen und geografischen Herkunft unterschiedliche Bildungschancen. Aufgrund des Geschlechts, einer Behinderung, der Religion oder des Alters werden Menschen weiterhin benachteiligt und haben auf ihrem Lebensweg geringere Entwicklungsmöglichkeiten. Wie gelingt es gesellschaftlich, dass jeder Mensch gleichberechtigt überall teilhaben kann? Ist und bleibt Chancengleichheit eine Illusion oder gibt es realistische Wege, die Nachhaltigkeitsziele für Chancengerechtigkeit und Gleichstellung umzusetzen, damit jeder Mensch die Chance erhält, sich frei und selbstbestimmt zu entfalten?
Demokratie wird hier in ihrem breiteren Sinn verstanden. Nicht nur Institutionen, Wahlkampf und Parteien, sondern auch Zivilgesellschaft, Bürger- und Menschenrechte gehören dazu. Zwar bedeutet wörtlich Demokratie „Herrschaft des Staatsvolkes“. Diese hat aber seine Grenzen und ist manchmal von kleineren Teilen einer Bevölkerung oder von der Regierung gefährdet. Moderne Demokratien haben ihre Lücken, also welche Lösungen und Widerstandsmitteln gibt es? Demokratie braucht Bildung und Menschen, die sich dafür interessieren. Aktionen können dann die Form von Bürgerdebatten, Gedicht-Wettbewerben zum Thema Extremismus, Rollenspielen/Simulation Sessions (z.B. Model UN), Workshops über konkrete Schritte um Zivilengagement zu schaffen, usw. haben. Das demokratische Leben endet für Bürger:innen nicht nur, wenn die Bundestagswahl abgeschlossen ist!
Das Thema Gerechtigkeit ist zentral für unsere politischen Bewegungen und vereint die Ziele unserer vielfältigen Bewegungen in sich. Klimagerechtigkeit, soziale Gerechtigkeit oder Verteilungsgerechtigkeit...immer mehr Menschen auf dieser Welt werden zu Überflüssigen erklärt und sind nicht mehr mit gleichen Chancen und gleichen Rechten ausgestattet. Das produziert strukturelle und damit physische und psychische Gewalt. Ob Zusammenarbeit mit Geflüchteten, die Kämpfe von FFF oder Kritik an Militär und Überwachung - wir setzen zusammen der UngerechtigkeitT etwas entgegen: ein Gesellschsaftsmodell mit gelebten Menschenrechten, einer solidarischen nachhaltigen Wirtschaft, einer Zukunft auch für nachfolgende Generationen und einem guten Leben für alle! What do we want? ...Gerechtigkeit!
Herausfordernd war sie. Die Krise. Sie hat uns verändert. Erst wuchsen uns verlängerte Arme mit klatschenden Händen. Wir rückten zusammen. Die Realität flirtete ununterbrochen mit der Wissenschaft und der Solidarität von uns Menschen. Auf einmal war unsere gewohnte Umgebung die ganze Welt. Lokal begrenzt, aber stark vernetzt. Doch je länger sie uns beanspruchte, umso mehr stieg gleichfalls die Überforderung, die Ohnmacht, die Spaltung der Gesellschaft. Die Realität biedert mehr und mehr mit mit Verschwörungen und Nationalismus an. Die einen begegnen die Krise vom Sofa aus. Die anderen von brennenden Flüchtlingsunterkünften und Wäldern. Die Krise hat viele Gesichter. Herausfordernd ist sie. Wie gehen wir mit ihr und ihren Folgen weltweit um?
WIR ZUERST! Nationalismus ist ein Bestandteil der Ideologien der Rechten. Aber die Ideologie greift bis in die Mitte der Gesellschaft. Auch hier ist der Gedanke einer abgeschossenen Gesellschaft sehr populär.  Antisemitismus, Rassismus und Antifeminismus, aber auch Grenzschließungen, Abschiebungen und latente Angst vor „anderen“ sind  das „Futter“ für eine exklusive Gesellschaft.  Die Weltwechseltage ist eine Chance die Vielfalt zu fairen!  Nur so können wir dem Nationalismus gegen steuern. „WIR“ neu definieren und dem Thema „WIR“ ein neues Image zu verleihen.
Leben in Reichtum und Armut - Im Zuge von Krisen können wir gesellschaftliche Veränderungen einführen, können das Leben im Alltag, aber auch historisch gewachsene Machtstrukturen umgestalten. Die Verteilung von Reichtum ist dabei eine zentrale Herausforderung für die wir Ideen und Antworten finden müssen. Dass in einer weltweiten Pandemie Einzelne auf Kosten vieler immer reicher und reicher werden, ist ein großer Skandal – oder doch schon Normalität? Aber was ist Reichtum, was ist Armut eigentlich? Es heißt doch: „Nicht wer viel hat ist reich, sondern wer wenig braucht.“ Und doch besitzen wir viel und vergessen oft worauf wir wirklich angewiesen sind. Ist Reichtum nicht auch Gesundheit? Soziale Netzwerke? Nachhaltigkeit? Vertrauen, Hoffnung und Spiritualität? Sicherheit und Freiheit? Geld nimmt uns zwar grundlegende Ängste oder Sorgen, aber es ist nicht das, was unserem Leben einen Sinn gibt und uns zu reichen Menschen macht und doch spielt es eine so zentrale Rolle, mit der wir uns beschäftigen müssen - für uns alle und die Zukunft!
Wir leben in einer Zeit weltweit großer Veränderungen, die sowohl Natur und Umwelt, als auch soziale, politische und ökonomische Bereiche betreffen. Die globale Pandemie kann als Zäsur gesehen werden und die Veränderungen der Lebensumstände als Chance zur Neuorientierung – kein Zurück zu alten Mustern. Die Globalisierung ist Ursache für die Verbreitung dieser Pandemie. Sie liefert jedoch auch die Chance weltweite Lösungen zu finden. Zugeschnitten auf die jeweiligen Bedürfnisse aller Lebewesen an jedem Ort der Erde. Die Reduzierung des öffentlichen Lebens durch die Pandemie in der Konsumgesellschaft bietet die Möglichkeit Achtsamkeit zu lernen, Achtsamkeit für sich selbst und für das gesamte Leben auf dieser Erde. Wir wollen eine faire Veränderung der Lebensverhältnisse für alle Menschen auf der Erde, im globalen Norden sowie wie im globalen Süden, in der Stadt und auf dem Land. Lasst uns durch gerechte Veränderungen eine positive Zukunft derer ermöglichen, die nach uns kommen!
Bitte verzichtet auf Sonderzeichen und Absätze. Danke, eure Auswerterin :)

Zeitplan – weltwechsel 2021

  • 20.01. Auswertungs- und Planungstreffen

  • Februar: Themenfindung und Abstimmung

  • März: Sloganfindung und Abstimmung

  • März/April: Roter Faden

  • Mai/Juni: Abstimmung zum Titelbild

  • Juni: Vorbereitungstreffen für die Perspektiven Konferenz 2022

  • Juni: Versendung der Logins fürs CMS

  • Juni: Vorabpostkarten erscheinen

  • 15. August: Deadline CMS

  • Anfang Oktober: Material (Plakate, Programmhefte)

  • 5. November: Eröffnungsveranstaltung

  • 27. November: Abschlussveranstaltung