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PM 13/2022: Klimaschutz muss auf Landesebene entschiedener voran getrieben werden

Pressemitteilung

Tue, Nov 22, 2022 3 min

Taten statt Worte: Klimaschutz muss auf Landesebene entschiedener als bisher voran getrieben werden

Eine-Welt-Landesnetzwerk MV fordert schnelles und weitreichendes Klimaschutzgesetz für MV

Rostock. Die 27. COP, die Internationale Klimakonferenz ist an diesem Wochenende in Sharm-el-Sheikh zu Ende gegangen. Zu diesem Anlass fordert das Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern endlich ein Klimaschutzgesetz für MV. Das Gesetz müsse schnelles und weitreichendes Handeln vorsehen, um die CO2 Emissionen im Land möglichst effektiv und radikal zu reduzieren. Zugleich müsse das Gesetz einen deutlichen Bezug auf die Klimagerechtigkeit enthalten - ein Bekenntnis zu der Verantwortung, die wir im Norden als Verursacher der Klimakrise für die Folgeschäden im Globalen Süden tragen.


„Wir haben nur noch ein sehr kurzes Zeitfenster, um die Erderwärmung noch so weit stoppen zu können, dass wir die schlimmsten Folgen abwenden können. Darin sind sich die Klimawissenschaftler:innen einig“, sagt Andrea Krönert, Geschäftsführerin des Eine-Welt-Landesnetzwerks Mecklenburg-Vorpommern. „Darum ist es enorm wichtig, den Blick nicht nur auf Großveranstaltungen wie die jetzt zu Ende gehenden COP zu richten, sondern endlich Worten Taten folgen lassen. Ganz besonders auch auf Landesebene und im Lokalen.


Wir fordern ein ehrgeiziges, ein radikales, ein mutiges Klimaschutzgesetz
„Wir fordern die Landesregierung auf, ein ehrgeiziges, ein radikales, ein mutiges Klimaschutzgesetz zu erlassen. Ein besonderer Fokus sollte wegen der Gegebenheiten unseres Bundeslandes dabei auf der Entwicklung und Umsetzung von regenerativen Energien sowie auf der Wiedervernässung von Mooren liegen. Hier liegt besonders großes Potential.“
Andrea Krönert fordert die Landesregierung weiterhin dazu auf, auch die Klimagerechtigkeit im Klimagesetz zu verankern. Im Vergleich mit den Ländern im Globalen Süden ist im Norden sehr viel mehr schädliches CO2 ausgestoßen worden und wird es auch weiterhin, während die Länder im Globalen Süden mit den langfristigen Folgen allein gelassen würden. Zu Recht drängten die Länder des Globalen Südens darum zum Beispiel auf der COP um Mitsprache und finanziellen Ausgleich. 


Klimagerechtigkeit muss im Klimaschutzgesetz verankert werden
„Wir müssen auch in Mecklenburg-Vorpommern unserer besonderen Verantwortung für diese Situation besser gerecht werden“, sagt sie. „Es gibt viele Organisationen und Initiativen im Land die bereits daran arbeiten, wie zum Beispiel eine Klimajugendpartnerschaft, bei der Jugendliche aus Malchin mit einer Partnergruppe in Kapstadt gemeinsam zur Klimakrise arbeiten oder eine Kirchengemeinde aus Schwerin, die eine Klimapartnerschaft mit Ruanda entwickelt. Initiativen wie diese brauchen ideelle und finanzielle Unterstützung.“ Andrea Krönert weist außerdem auf die enge Verknüpfung der Themen Migration und Flucht mit der Klimakrise hin. „Wenn wir es nicht schaffen, die Klimakrise zu begrenzen werden Flucht- und Migrationsbewegungen in den kommenden Jahren massiv zunehmen.“


Das Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V ist der Dachverband der entwicklungspolitischen Initiativen mit derzeit 58 Mitgliedern. Viele Mitglieder des Landesnetzwerks arbeiten schon lange mit und am Thema der Klimagerechtigkeit. Einige Mitglieder arbeiten außerdem im Bereich Globale Partnerschaften. Mehr unter eine-welt-mv.de

V. i. S. d. P.: Andrea Krönert